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Stand:21.02.2010
Rote Zahlen, rosige Zukunft
Ein
Kunstrasenplatz, eine Damenmannschaft, eine komplett neue Führungscrew bei den
Fußballern – der FC Langengeisling sieht trotz der Verbindlichkeiten
zuversichtlich nach vorne.
„Auf uns werden
zwar in den nächsten Jahren 120 000 Euro Verbindlichkeiten zukommen, aber dem
steht mit dem Kunstrasenplatz ein Wert von 500 000 Euro gegenüber“, sagte
Schatzmeister Michael Gruber. Der Kassenbericht zählte zu den spannendsten
Momenten der Jahreshauptversammlung.
Schließlich hatten die Baumaßnahmen den Haushalt des Vereins von den üblichen
120 000 auf diesmal 560 000 Euro aufgebläht. Aufgrund der kräftigen
Unterstützung der Stadt Erding, die neben einem 200 000 Euro-Zuschuss dem Verein
auch noch bei der Zwischenfinanzierung des BLSV-Darlehens und nach einem
Bodenaustausch unterstützte (wir berichteten), sieht der Kassier der Zukunft
rosig entgegen. Zugleich erinnert er aber auch – mit der Festschrift von 1970
zur 50-Jahr-Feier des Vereins an der Hand – an frühere Pionierzeiten. „Vor 40
Jahren hatten wir 197 Mitglieder, und die Vorstandschaft hat sich an den Bau
einer neuen Sportanlage gewagt.“ Damals sei es eine der schönsten Anlagen im
Landkreis gewesen. Inzwischen hätten aber viele Nachbarvereine „nicht nur
aufgeholt, sondern uns überholt. Wir mussten etwas tun“.
„Wir haben damals auch Geld aufgenommen“, erinnerte sich der ehemalige
Vorsitzende Barth Röslmair, der nach der Entlastung des Vorstands die Neuwahlen
leitete. Seit 24 Jahren führt Franz Ludwig den Verein. „Einmal kandidiere ich
noch, dann ist Schluss. Das habe ich meiner Frau versprochen“, sagte der
64-Jährige. Die Antwort seiner Gattin Elfriede: „Aufhören? Das glaub ich nicht.“
Die Antwort der rund 80 anwesenden Clubmitglieder: Mit nur einer Gegenstimme
wurde Ludwig wiedergewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden auch
Verwaltungschef Hans Haidinger, Schriftführer Tobi Hilbich und Kassier Gruber.
Völlig neu formiert hat sich dagegen der gesamte Fußballbereich.
Erdings Bürgermeister Max Gotz zeigte sich erfreut über die Konstanz im
FCL-Vorstand, der den Verein in den nächsten zwei Jahren in ruhige Fahrwasser
führen könne. Ähnliche Worte fand auch der BLSV-Kreisvorsitzende Adi Maier, der
der Vereinsführung „ für die großartige Leistung in den vergangenen Jahren“
dankte und die Mitglieder zum Applaus aufforderte für die Stadt Erding, die
immer ein offenes Ohr für die Anliegen des Vereines gehabt habe. Das sei im
Landkreis außergewöhnlich. Er lobte aber auch die Oldies im Verein. „Manchmal
war der Franz mit seinen 64 Jahren der Jüngste auf der Baustelle. Das zeigt, wie
viel Kraft in unseren Senioren steckt.“
Die Alteingesessenen hatten übrigens am Samstag ihren Stammplatz geräumt. Sie
taten das gerne, denn dort saß die Fußball-Damenmannschaft, die – erst im August
vergangenen Jahres gegründet – nahezu komplett erschienen war. Sie stehen für
das, was Kassier Michael Gruber gefordert hat: die neue Attraktivität des
Vereins, der auch Verantwortung dafür trage, dass der gesamte Stadtteil nicht
zum Schlafdorf verkomme. Gruber blätterte noch einmal in der 1970er Festschrift:
„Damals hatte Geisling noch die Gasthäuser beim Mitterwirt und Stenzel, das
Tanz-Café Schmidt, drei Lebensmittelgeschäfte, einen Schuster, das Elektro-Karl
das Damen- und Herrenmode-Geschäft Lex und vieles mehr .“ Das alles gebe es
jetzt zwar nicht mehr, dafür aber einen modernen Platz, auf den der Verein stolz
sein werde, wenn er im Juli zur 90-Jahr-Feier einlädt. pir
Dieter Prechtls
Abschied nach 40 Jahren
Der Beifall für die finanzielle Unterstützung der Stadt Erding fiel ausgiebig
auf. Tosend war der Applaus, nachdem Dieter Prechtl seine letzte Rede als
Jugendleiter gehalten hatte. 40 Jahre hatte er das Amt inne. Zahlreiche
Ehrennadeln von Verein und Verband erinnerten bei den früheren Versammlung
daran, denn er hatte sie stets an sein Revers geheftet. Diesmal nicht. „Heute
stehe ich vor euch wie damals, als ich 1970 im Gasthof Pfanzelt erstmal ein Amt
übernommen habe“, sagte er und übergab den Stab an Jörg Mesenich, der sich um
den Kleinfeldbereich und die Zusammenarbeit mit der JFG Sempt Erding kümmern
wird. Das ist aber nicht die einzige einschneidende Veränderung. Aus privaten
Gründen kandidierte Erich Perzl nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender.
Er wird von Andy Schimmel abgelöst, der aus gesundheitlichen Gründen im Winter
als Trainer zurückgetreten war, nun aber als FCL-Vize für den sportlichen
Bereich zuständig sein wird. Um die Belange der beiden Herrenmannschaften
kümmert sich künftig Matthias Ziegenhals. Bisher war Mesenich Technischer
Leiter. pir
Der FCL- Vorstand
Vorsitzender: Franz
Ludwig
Stellvertreter: Andy Schimmel, Hans Haidinger.
Kassier: Michael Gruber.
Schriftführer: Tobias Hilbich.
Schiedsrichterobmann: Dieter Prechtl.
Jugendleiter: Jörg Mesenich.
Leiter, Herrenfußball: Matthias Ziegenhals.
Revisor: Andi Graf.
Frauenvertreterin: Johanna Reifenrath.
Pressewart: Dieter Priglmeir
Platzordner: Dieter Kunz, Peter Ganser.
Homepage: Elfriede Ludwig.
Dieter Priglmeir












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Markus
Obermaier wird künftig den FC Langengeisling 2 trainieren.
Er löst damit
Gerhard Röslmair ab, der nach dem
beruflichbedingten
Abschied von Andy Schimmel die Erste übernimmt.
Obermaier kam vor zwei Jahren vom Kreisligisten SV
Eichenried zum FCL, wo auch seine beiden Söhne Markus und Stefan in der Jugend
spielen. Der 38-Jährige ist Realist: „Letztes Jahr haben wir noch elf Punkte
aufgeholt und sind nicht aus der A-Klasse abgestiegen. Aber diesmal wird es noch
viel schwerer.“ 16 Zähler hat der FCL Rückstand auf den rettenden zwölften
Tabellenplatz. 30 Punkte sind noch zu vergeben. Die Ausbeute aus den bisherigen
15 Spielen: null Punkte. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Obermaier, der
bei seiner ersten Trainerstation austesten will, „ob dieser Job was für mich
ist.“
Nach längerer Verletzungspause will der Verteidiger nun wieder selbst spielen.
Und er hofft, dass er mit den Routiniers Thomas Eichloff und Manfred Röslmair
setzen kann. Schließlich habe der Jugendstil, auf den der FCL gesetzt hat, nicht
funktioniert. „Den Larifari der Jungen mache ich nicht mit. Ich brauche
Kämpfertypen“, sagt Obermaier, der auch noch auf Verstärkung aus der Ersten
rechnet. Wie berichtet, kehrt Dennis Garcia aus Altenerding zurück und bringt
auch noch Florian Brenniger mit. Außerdem wechselt Khaled Wafa vom FC Eitting 2
nach Geisling. pir
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Röslmair löst Schimmel ab
Null Punkte nach 15 Spielen: In anderen Vereinen wird
man dafür gefeuert. Der FC Langengeisling dagegen befördert seinen Trainer
der zweiten Mannschaft. Gerhard Röslmair ist nicht mehr Coach des
A-Klassen-Teams. Er übernimmt ab sofort die Erste und tritt die Nachfolge
von Andy Schimmel an, der nach einjähriger Arbeit sein Amt abgibt.
„Andy hört als Trainer auf, wird dem Verein aber in anderer Funktion zur
Verfügung stehen“, teilte gestern FCL- Vorsitzender Franz Ludwig mit.
Welches Amt Schimmel in der Fußballabteilung übernehme, sei noch offen. „Wir
hätten gern mit ihm als Trainer weitergemacht, denn wir waren
hochzufrieden“, sagte Ludwig, aber berufliche und gesundheitliche Gründe
hätten Schimmel dazu gezwungen künftig kürzer zu treten.
Der 46-Jährige, der im Außendienst arbeitet und beruflich viel unterwegs
ist, gab aber unumwunden zu, dass sein Rücktritt auch sportliche Gründe hat.
„Wir haben uns Ziele gesetzt, die nicht erreicht wurden“, umreißt er die
bisherige Kreisklassen-Saison, in der der FCL mit 19 Punkten derzeit auf
Rang 9 steht. „Mit einem neuen Trainer schaffen wir vielleicht auch einen
neuen Anreiz“, sagte Schimmel, der auf Röslmair große Stücke hält. „Ich habe
ihn im täglichen Trainingsbetrieb erlebt. Er betreibt einen hohen Aufwand
und macht eine sehr gute Arbeit.“
Auch FCL- Chef Ludwig will Röslmair die Situation in der zweiten Mannschaft
nicht anlasten: „Das tut auch in der Mannschaft keiner. Die schimpfen nicht
über ihn, die loben ihn.“ Man spüre, dass der waschechte Geislinger mit
Herzblut dabei sei und habe vollstes Vertrauen in den 43-Jährigen, der, von
einem Abstecher als Spielertrainer beim FC Grünbach abgesehen, zeitlebens
beim FCL aktiv war. Wer künftig das A-Klassen-Team trainiert, ist noch
offen. pir
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